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24. Januar 2024

Digitale Sichtbarkeit in der Apotheke: Ohne gute Website ist alles nichts

Service | PHOENIX
Digitale Sichtbarkeit in der Apotheke: Ohne gute Website ist alles nichts

 

Eine Apotheke, die nicht nur Neukunden gewinnen, sondern auch Bestandskunden halten möchte, braucht eine Website, die alle „Stückln spielt“. Im Gespräch mit Svenja Teichmann von crowdmedia haben wir erfahren, was dazu nötig ist, was gar nicht geht und warum Social Media immer auf die eigene Website zurückführen muss.

Welches ist das wichtigste Online-Marketing-Instrument für eine Apotheke?

Svenja Teichmann: Zu den wichtigsten Online-Marketing- Instrumenten zählt nach wie vor der regelmäßige Newsletter. Das klingt nicht so sexy wie TikTok oder Instagram. Dennoch ist der Newsletter immer noch die Nummer 1, wenn es um den Return on Investment geht. Und im Kosten-Nutzen-Vergleich ist der Newsletter zudem die günstigste Variante des Online-Marketings bei vergleichsweise geringem Aufwand. Es gibt einfach zu bedienende Tools im Internet, wie etwa Mailchimp oder CleverReach, die das Erstellen eines regelmäßigen Newsletter sehr einfach machen.

Welche Vorteile hat ein Newsletter für die Apotheke?

Teichmann: Zum einen verstärkt ein regelmäßiger Newsletter die Bindung der Bestandskundinnen und -kunden an die Apotheke. Natürlich ist es schön und wichtig, neue Kundinnen und Kunden zu finden, dabei sollte aber nicht auf jene Menschen vergessen werden, die zu den häufigen Nutzern der Apotheke gehören, denn die bringen regelmäßige Einnahmen. Außerdem führt ein gut gemachter Newsletter mit seinen Artikeln und Angeboten immer auf die Website der Apotheke, die dann weitere Informationen und Anreize bietet. 

Warum braucht eine Apotheke eine gut geführte Website?

Teichmann: Die Website ist der Dreh- und Angelpunkt für alle Online-Marketing-Aktivitäten. Alle anderen Kanäle, die eine Apotheke betreibt, sei es jetzt Instagram, Facebook oder TikTok, müssen auf die Website führen. Wer heute Informationen sucht, etwa, wenn es um die Öffnungszeiten einer Apotheke geht, ruft nicht an, er oder sie schaut auf der Website der Apotheke nach. Deshalb muss die Startseite der Website auch sehr „aufgeräumt“ sein – und am besten gleich an prominenter Stelle wichtige Informationen, wie etwa Öffnungszeiten und Kontaktdaten, bieten. Im Idealfall verbindet sich das Online-Marketing über die Website mit dem Offline-Marketing, also der Betreuung von Kundinnen und Kunden direkt in der Apotheke. Ich nenne das: The best of both worlds! 

Wer soll die Online-Aktivitäten der Apotheke betreuen?

Teichmann: Da gibt es zwei Möglichkeiten: Die erste ist, die Online-Marketing-Aktivitäten auszulagern, also beispielsweise eine Agentur damit zu betrauen. Das hat den Vorteil, dass hier erfahrene Beraterinnen und Berater alle Online-Aktivitäten der Apotheke nicht nur aufbauen, sondern auch professionell betreuen können. Wenn dies, etwa aus finanziellen Gründen, schwierig erscheint, so kann natürlich auch eine Angestellte der Apotheke zur Online-Marketerin geschult werden. Es existiert sowohl online, etwa über LinkedIn, als auch offline, zum Beispiel bei den jeweiligen Handelskammern, eine Vielzahl von Angeboten, die Interessierte im Online-Marketing schulen.

Welche Tipps können Sie geben, um die Online-Aktivitäten einer Apotheke zum Erfolg zu führen?

Teichmann: Mit Online ist man niemals fertig. Das ist nicht wie ein Broschüre, die erstellt wird und dann erscheint. Online-Marketing bedeutet, mit den Kundinnen und Kunden „im Gespräch“ zu bleiben. Es bedeutet auch, gerade im Gesundheitsmarkt, ein sicherer und verlässlicher Partner zu sein und immer auf aktuelle Ereignisse sowie die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden einzugehen.

 PHOENIX print 3/2023 – Analog. Digital. HYBRID.

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