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06. Juli 2021

Duftbauer - eine wunderbare Lebensaufgabe

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Duftbauer - eine wunderbare Lebensaufgabe

Im Interview mit der PHOENIX print gibt uns Stefan Zwickl - vom Dufthof Steppenduft - einen Einblick in die außergewöhnliche Welt der Duftpflanzen.

Stefan Zwickl ist für seinen Dufthof Steppenduft in Frauenkirchen/Burgenland immer auf der Suche nach besonderen Pflanzen, die er zu Raumdüften, ätherischen Ölen und einigem mehr verarbeitet. Liebe und den Enthusiasmus, die Zwickl in sein Werk legt. Naturbelassene Produkte vom Feld.

Konnte man bislang nur die Lavendelfelder in der Provence bestaunen, ist es jetzt im Burgenland möglich. Wichtig dabei ist dem Frauenkirchner, dass seine Produkte naturbelassen bleiben und nicht chemisch in einem Labor für den Massenvertrieb aufbereitet werden. Zwickl ist gelernter Landwirt und hätte laut eigener Aussage in seinem vorigen Job in der Lebensmittelindustrie durchaus Karriere machen können, doch das empfand er nicht als sinnstiftend und besonders die Liebe zur Natur ließ ihn eine andere Richtung einschlagen. Im Frühjahr 2019 eröffnete Stefan Zwickl nach einjährigem Umbau am elterlichen Bauernhof seine Duftmanufaktur im Seewinkel. So sieht man im heutigen Duftatelier, dem ehemaligen Saustall, tatsächlich noch eine vom Eber angenagte Tür. Über 40 unterschiedliche Pflanzen werden angebaut und verarbeitet. Klassiker wie verschiedene Sorten von Lavendel, Minze, Majoran oder Rosmarin sowie Exoten wie Eukalyptus, Lemongrass, Zimtbasilikum und Marzipansalbei erfreuen sich auch höchster Beliebtheit bei einer vom Duftbauer persönlich geführten Duftsafari. Hat der Mensch doch bekanntlich 350 Geruchsrezeptoren und diese kann jeder der Besucher voll und ganz beim Schnuppern in einem Duftworkshop im „Saustall“ einsetzen.

Die Suche hört nie auf

Verwendet werden alle Pflanzenteile wie Blüten, Blätter oder auch das Kraut. Diese werden zunächst einmal zu ätherischen Ölen verarbeitet. Die Destillationsanlage wurde angelehnt an Baupläne von Leonardo da Vinci erbaut. Und vielleicht liegt hier auch das Geheimnis der Passion Zwickls versteckt. Denn genau so, wie da Vinci immer wieder auf der Suche nach einer kreativen Herausforderung war, ist Stefan Zwickl immer aufs Neue damit beschäftigt, exotische Pflanzen auf seinen Feldern zu kultivieren. Dazu der Jungunternehmer: „Düfte sind meine Sucht und Sucht ist ja eigentlich nichts anderes als Suchen.“ Anfang 2021 kreierte er gemeinsam mit ORF-Kräuterhexe Uschi Zezelitsch die „Duftwolke Burgenland“, einen Duft anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Burgenlands. Der Jubiläumsduft ist bereits die 17. Komposition seit Beginn des Dufthofs Steppenduft.

Sprach er sich zu Beginn seines Dufthofs noch gegen einen Onlineshop aus, so wurde dieser spätestens Mitte 2020 doch ein notwendiges Übel. Im Duftshop auf der Website von Steppenduft können sich Duftliebhaber nun Duftkreationen wie beispielsweise Traumfänger, Doublemint, Rosenduft oder den in Zusammenarbeit mit dem Frauenkirchner Kloster angefertigten Klosterduft ganz einfach nach Hause liefern lassen. Zu jedem Duft gibt es eine kleine Geschichte, eine Beschreibung des Dufterlebnisses, eine Empfehlung aus der Aromatherapie und einen Verwendungshinweis.

Ganz nach den Worten des Duftbauers Zwickl „Der naturreine Duft aus Österreich vom Feld in die Apotheke“ werden Düfte wie der Traumfänger auch schon in heimischen Apotheken verkauft.

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